Ganzheitliche Lösungen generellen Fahrverboten vorziehen!

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Kiel, 09.11.2017 – Zur Ankündigung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wegen der Überschreitung der Luftqualitätswerte am Theodor-Heuss-Ring klagen zu wollen und den möglicherwiese daraus folgenden Fahrverboten für Dieselfahrzeugen in Kiel äußert sich der Kreisvorsitzende, Erik Tiedemann (22):
„Dass die DUH nun auch wegen der Nichteinhaltung der Luftqualitätswerte am Theodor-Heuss-Ring klagen will, sehen wir Jungen Liberalen (JuLis) Kiel kritisch. Es wäre nicht verhältnismäßig, wenn die Überschreitung der Grenzwerte auf wenigen hundert Metern ein generelles Dieselfahrverbot für diese wichtige Hauptverkehrsachse oder gar das gesamte Stadtgebiet begründete. Leidtragende eines solchen Fahrverbots wären vor allem Berufspendler und kleinere, mittelständische Betriebe. Es sind genau die Gruppen, denen eine sofortige Neuanschaffung von sauberen Fahrzeugen nicht möglich wäre. Wir sprechen hier allein in Kiel von circa 44.000 Betroffenen.
Dabei wurden erste Maßnahmen für eine bessere Luftqualität bereits ergriffen. So wurde im August über eine Strecke von 330 Metern ein neuer Spezialasphalt auf den Theodor-Heuss-Ring aufgetragen, der künftig Schadstoffe wie Stickoxide zersetzen soll. Ein erster Versuch in der Bahnhofstraße zeigte bereits eine Reduzierung der Luftverschmutzung.
Wer die Luftqualität in Kiel langfristig verbessern möchte, der muss ganzheitliche Lösungen entwickeln und so dafür sorgen, dass Emissionen insgesamt verringert werden. Teil dieser Lösung könnte ein intelligentes Ampelsystem sein, welches situativ auf die Gegebenheiten regiert und so für einen fließenden Verkehr und kurze Standzeiten sorgt. Ebenfalls dazu gehört die Voranbringung des Projektes Landstrom für die in Kiel anlegenden Kreuzfahrtschiffe. Diese sind für die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt von großer Bedeutung, tragen aber auch zu einer höheren Stickoxidbelastung in der Landeshauptstadt bei.“

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